Archiv der Kategorie 'Hannover'

HoGeSa Demo abgesagt!

Die für Samstag geplante Demonstration unter dem Motto „Hooligans gegen Salafisten“ am Steintor findet nach Aussagen der Polizeidirektion Hannover NICHT statt! Der Anmelder hat die Veranstaltung ohne Angabe von Gründen zurückgezogen, teilte die Polizei mit.

Seid am Samstag dennoch etwas wachsam
in der City und haltet die Augen und Ohren auf!

Achtung: Nazi-Hools am Samstag in Hannover!?

Die Facebook-Seite „Hooligans Deutschland“ ruft dazu auf, am kommenden Samstag, den 28.02.2015 eine Aktion gegen Salafisten am Steintor durchzuführen! Wörtlich ist dem Beitrag folgendes zu entnehmen:

„Wir rufen alle dazu am 28.02.2015 vereint ein Zeichen für unsere Heimat Stadt Hannover zu setzen und dieses pack hier zu vertreiben. Dafür werden wir vormittags am 28.02.2015 geschlossen zu dem stand am steintor bewegen.“

Die Admins der besagten Seite stammen offenbar selbst aus Hannover und es gab bis vor wenigen Stunden auch noch eine Facebook-Veranstaltung (siehe Fotos) dazu! Diese wurde nun gelöscht, allerdings ist nirgendwo ein Widerruf der Aktion zu finden und es ist davon auszugehen, das sich die HoGeSa-Idioten am Samstag zunächst einmal in Hannover organisiert treffen werden!

Zeitgleich zu der Aktion findet auch die Bundesligapartie Hannover 96 vs. VFB Stuttgart, es wird also so oder so, vermehrt Polizei in der City anwesend sein. Dennoch solltet ihr eure Freunde & Bekannte darüber informieren und am Samstag nicht unbedingt alleine in der City unterwegs sein!

Proteste gegen Pegida-Hannover (23.02.2015)

Längere Zeit war es ruhig geworden um „Hagida“, die sich mittlerweile wieder PEGIDA-HANNOVER nennen. Am Montag, den 23.02.2015 versuchten die Pegida-Hannover-Organisatoren erneut eine Demonstration in der Landeshauptstadt Hannover durchzuführen!
Obwohl nicht einmal 100 Pegida-Anhänger*innen den Weg zum Opernplatz fanden und auch beim Gegenprotest der Zulauf dieses Mal deutlich geringer blieb – vorab waren keine Gegendemonstrationen bei der Polizei angezeigt worden – fuhr die Polizei ein Großaufgebot an Einsatzkräften auf.

Durch Absperrungen der Polizei, die bereits am späten Nachmittag rund um die Oper errichtet worden waren, wurden die etwa 300 Gegendemonstrant*innen von den Pegida-Teilnehmer*innen getrennt. Circa 80 Gegendemonstrant*innen versuchten zur Anreise der Pegida-Deppen sich vor dem Holocaust-Mahnmal zu postieren, um die Hagida-Anhänger*innen und Redner*innen gebührend in Empfang zu nehmen.

Relativ kurzfristig am Vormittag teilte der Anmelder der Pegida-Bewegung der Polizeidirektion Hannover telefonisch mit, dass er die Veranstaltung nun doch nur stationär auf dem Opernplatz durchführen wolle und auf den angezeigten „Spaziergang“ verzichte.
Neben dem Protest direkt am Kundgebungsort der Pegida-Trottel fanden sich zum vorerst letzten Mal an einem Montag in der hannoverschen Marktkirche etwa 150 Menschen – Christen, Juden, Buddhisten und Moslems – um 18 Uhr zu einem Friedensgebet zusammen.
Am Opernplatz gab es vereinzelt ein paar Festnahmen auf beiden Seiten wegen Verstößen gegen das Vermummungsverbot oder wegen Mitführung verbotener Gegenstände. Alle uns bekannten betroffenen Personen wurden aber bereits im Laufe der Kundgebung nach einer Personalienfeststellung und ED-Behandlung (vor Ort) wieder entlassen. Die Pressestelle der Polizei vermeldet derweil aber auch Personen, die temporär für die Zeit der Kundgebung, im Polizeigewahrsam untergebracht wurden. Etwa 400 Gegendemonstrant*innen haben die Eingänge zum Opernplatz blockiert und die Pegida-Kundgebung dauerhaft mit antirassistischen Sprechchören beschallt.

Die Polizeidirektion Hannover hat nicht nur alles daran gesetzt, das die Pegida-Teilnehmer*innen auf den Opernplatz kommen konnten, sondern hat danach die Situation immer wieder komplett eskalieren lassen. Völlig grundlose Angriffe auf Teilnehmer*innen der Gegenproteste, Faustschläge, Reiterstaffel, Festnahmen – im südlichen Bereich der Oper geb es erhebliche Verletzte durch polizeilichen Pfeffersprayeinsatz!
Deutlich früher als geplant, gegen 20.20 Uhr, beendeten die Pegida-Hannover-Organisatoren ihre Kundgebung.

Nach Ende der Veranstaltung gab es noch eine kurze Auseinandersetzung zwischen Pegida-Anhängern und Gegendemonstranten im Bereich des Georgsplatzes. Eine Person wurde dabei leicht verletzt und in einer Klinik behandelt.

HINWEIS: Die Gerüchte, der Ablauf und auch die angeblich beteiligten Gruppen die unter anderem auf der Facebook-Seite „Hooligans Deutschland“ verbreitet werden, sind definitiv NICHT zutreffend!

Ein Dank an alle die erneut gegen Pegida-Hannover auf der Straße waren!

Hannover 96 spendet 10.000 € gegen Rassismus!

Hannover 96 hat einen Scheck in Höhe von 5.000 Euro an den Verein „Laut gegen Nazis“ überreicht. Zuvor erhielt bereits der Arbeitskreis „96-Fans gegen Rassismus“ 5.000 Euro vom Verein. Das Geld kam durch eine Aktion beim Heimspiel gegen Mainz 05 zu Stande.



Der Fußball-Bundesligist hatte ab Start des Aktionszeitraums „Hannover ist bunt“ je fünf Euro (2,50 Euro bei ermäßigten Karten) pro verkauftem Ticket zum Spieltag gegen den 1. FSV Mainz 05 für die Arbeit der Organisation zur Verfügung gestellt. Der Gesamterlös wurde vom Klub auf insgesamt 10.000 Euro aufgerundet, so dass jeweils 5.000 Euro an „Laut gegen Nazis“ und „96-Fans gegen Rassismus“ gehen konnte.

Im Jahre 2008 gegründet, übernimmt der Verein „Laut gegen Nazis e. V.“ bundesweit gemeinnützige Aufgaben. Mit monetären Spenden für engagierte Initiativen, Bürgerinnen und Bürger und mithilfe von Kampagnen macht die Organisation die Stimme für den Zusammenschluss der Zivilgesellschaft gegen Rechtsextremismus laut. Im Arbeitskreis „96-Fans gegen Rassismus“ engagieren sich Fans von Hannover 96 auf verschiedenste Weise gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus. (Faszination Fankurve, 24.02.2015)

PEGIDA-HANNOVER BLOCKIEREN!

Montag, 23. Februar 2015
18.30 Uhr | Opernplatz Hannover
PEGIDA-HANNOVER BLOCKIEREN!!!

Im Gespräch mit: Dr. Helmut Kramer – Eine wichtige Stimme gegen das Vergessen der NS-Justiz

In einem Vortrag blickt der Chronist der NS-Unrechtsjustiz, Justizkritiker und Verteidiger des Rechtsstaats auf sein bewegendes Leben zurück.

Mit seiner beruflichen Tätigkeit hat Helmut Kramer sich nie zufrieden gegeben. Seine Mehrfach-Kompetenz – als Richter, Rechtswissenschaftler, Rechtshistoriker und als mitgestaltender und miterlebender Zeitzeuge – machte ihn zu einer wichtigen Stimme gegen das Vergessen der NS-Justiz.

Miterleben und Mitgestalten

Schon im Jahr 1965 forderte er die Aufhebung des Todesurteils gegen ein 1944 als „Volksschädling“ hingerichtetes 19-jähriges Mädchen. Als er die Doktorarbeit seines Justizministers Hans Puvogel („Ausrottung aller Minderwertigen“) in Auszügen veröffentlichte, handelte er sich ein Disziplinarverfahren ein. Ohne die von ihm in den Jahren 1984 bis 1986 gestartete Bürgerinitiative gegen den geplanten Abriss des Wolfenbütteler Hinrichtungsgebäudes hätte es die dortige Gedenkstätte nie gegeben.

Die Justiz im Nationalsozialismus

Mit einer Verfassungsbeschwerde und als Sachverständiger im Bundestag erreichte er in den Jahren 2004/2006 die Aufhebung des NS-Rechtsberatungsgesetzes, 2009 auch die Rehabilitierung der „Kriegsverräter“. In seinem Vortrag blickt Kramer zurück auf ein bewegtes Leben und beleuchtet dabei die Rolle der Justiz im Nationalsozialismus.

Datum: 19.02.2015
Uhrzeit: ab 19:00 Uhr
Ort: Haus der Region, Raum N001,
Hildesheimer Straße 18, Hannover

Hannover gegen Nazis! – Blog